Nachhaltige Bildung
Grundlage für die nachhaltige Bildung ist das Konzept zum lebenslangen Lernen, wie es in den Leitlinien der Vereinten Nationen, der Agenda 21, verankert ist. Schule ist demnach ein Haus des Lernens, das sich auf vier Säulen stützt:
- Lernen, Wissen zu erwerben: Ziel ist es, die Jugendlichen zu befähigen, sich Wissen selbständig aneignen, das Lernen zu lernen, um aus den Gelegenheiten, die ein lebenslanges Lernen bietet, seinen Nutzen zu ziehen.
- Lernen zu handeln: Ziel ist es, die Jugendlichen dabei zu unterstützen, handlungsfähig zu werden, sich als selbstwirksam zu erleben und Verantwortung zu übernehmen. Dieses Lernen bezieht sich nicht nur auf berufliche Qualifikationen, sondern auch auf die Kompetenz, sich auf neue Situationen einzustellen und im Team zu arbeiten.
- Lernen zusammenzuleben: Ziel ist es, Vielfalt und Unterschiede als etwas Positives sehen und als Chance zu begreifen. Für das Lernen zusammenzuleben ist es unerlässlich, Verständnis für andere zu entwickeln und gegenseitige, globale Abhängigkeiten zu erfassen.
- Lernen zu sein: Ziel ist es, für das Leben zu lernen. Dies bedeutet, die eigene Persönlichkeit besser zu entfalten und mit zunehmender Autonomie, größerem Urteilsvermögen und wachsendem Verantwortungsbewusstsein handeln zu können.

Bildung zur Nachhaltigkeit
Unser Handeln und unser Verhalten stützen sich auf den Nachhaltigkeitsgedanken,
insbesondere auf die 17 globalen Ziele zu einer nachhaltigen Entwicklung, den sogenannten global goals, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden und bis zum Jahre 2030 umgesetzt werden sollen.
Folgende 6 der 17 Ziele stehen in besonderer Verbindung zu unseren Bildungsmaßnahmen:
- Hochwertige Bildung
- Gesundheit und Wohlergehen
- Nachhaltiger Konsum und Produktion
- sauberes Wasser
- Leben am Land
- Leben unter Wasser
Wir wollen mit unserem Bildungsangebot in der Aus- und Weiterbildung einen Beitrag dazu leisten und anregen, sich mit den Zielen zu einer nachhaltigen Entwicklung auseinanderzusetzen und sich an diesem wichtigen Vorhaben aktiv zu beteiligen.

Lebenskompetenzen-Ansatz und Potenzialentfaltung
„Lebenskompetenzen sind diejenigen Fähigkeiten, die es den Menschen ermöglichen, ihr Leben zu steuern und auszurichten und ihre Fähigkeit zu entwickeln, mit den Veränderungen in ihrer Umwelt zu leben und selbst Veränderungen zu bewirken.“ (WHO 1994)
Zu diesen Fähigkeiten gehören folgende Bereiche:
- Selbstwahrnehmung/Entwicklung eines positiven Selbstbildes
- Empathie
- Fähigkeit zur Stress- und Angstbewältigung, Konfliktfähigkeit
- Frustrationstoleranz, Selbstkontrolle
- Effektive Kommunikation und Kontaktfähigkeit
- Beziehungsfähigkeit, Beziehungen gestalten/Freundschaften aufbauen und aufrechterhalten
- Umgang mit Gefühlen, Gefühle ausdrücken können
- Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen
- Konstruktive Problemlösefähigkeiten
- Selbstbehauptung/Selbstsicherheit/Selbstwert
- Kritisches und kreatives Denken; „Nein“ sagen können
- Teamfähigkeit
- Identitätsgefühl und Gefühl von Sinnhaftigkeit
Wir sehen es als unsere Aufgabe, Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und ihnen den Rahmen zu bieten, diese wichtigen Schlüsselkompetenzen auszubilden und zu stärken.
